Arbeiten im Stehen ist nicht per se gesünder als Sitzen. Der fachliche Konsens empfiehlt vor allem den regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, um Beschwerden vorzubeugen und die Gesundheit zu fördern. Dauerhaftes Stehen kann dagegen zu Muskelermüdung und weiteren Belastungen führen.
Dieser Beitrag liefert eine ausgewogene Orientierung: Wir zeigen, wann und wie das Arbeiten im Stehen sinnvoll ist, welche Vorteile es bringt und welche Grenzen sowie Risiken Sie kennen sollten. Damit helfen wir, den für Ihren Büroalltag passenden Weg zu finden – egal, ob im klassischen Büro oder im Homeoffice.
Im Fokus steht das dynamische Wechselmodell, mit dem Sie Ihre Haltung aktiv gestalten können. Wir erklären, wie oft der Wechsel stattfinden sollte, welche Alternativen es auch ohne höhenverstellbaren Schreibtisch gibt und worauf Sie achten müssen, um gesund und produktiv zu bleiben.
Warum Stehen im Büro mehr bewirkt als Sitzen
Längere Sitzphasen am Arbeitsplatz belasten den Körper spürbar. Fehlende Bewegung führt dazu, dass Muskulatur und Gelenke steif werden, was häufig Rückenschmerzen verursacht. Der Begriff Ergonomie beschreibt Maßnahmen, die Arbeit so zu gestalten, dass Körper und Geist möglichst wenig belastet werden. Ein wichtiges Prinzip dabei ist der Wechsel zwischen verschiedenen Körperhaltungen: Sitzen, Stehen und Gehen.
Ein Stehschreibtisch unterstützt genau dieses Wechselmodell: Er ermöglicht es, unkompliziert zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln und dadurch längere statische Sitzphasen zu unterbrechen. Dauerhaftes Stehen allein ist nicht das Ziel, denn auch langes, statisches Stehen kann zu Ermüdung und Beschwerden führen. Wichtig ist die regelmäßige Variation der Arbeitspositionen, ergänzt durch kurze Gehphasen, um den Bewegungsmangel auszugleichen.
Stehen aktiviert die Muskulatur und die Haltung, es regt Kreislauf, Stoffwechsel und Energiehaushalt an und hilft, Verspannungen vorzubeugen. So vermeidet ein dynamisches Arbeiten die Risiken, die mit langem Sitzen verbunden sind. Doch der nachhaltige Nutzen entsteht erst durch den Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, nicht durch das bedingungslose Stehenbleiben.
Diese dynamische Arbeitsweise fördert die Belastbarkeit des Körpers und unterstützt eine gesündere Arbeitsgestaltung. Gleichzeitig wirkt die Kombination aus wechselnden Positionen auch geistig anregend: Haltungswechsel fördern die Konzentration, vermindern Ermüdung und erhöhen die Produktivität während des Arbeitstages.
Flexibles Arbeiten bedeutet also nicht nur einen Schreibtisch, der sich auf Stehhöhe verstellen lässt. Vielmehr sollten wir dem Prinzip eines dynamischen Wechsels folgen, um die Vorteile von Stehen am Arbeitsplatz gezielt als Ergänzung zum Sitzen zu nutzen. Vorteil Nr. 1: Bewegung im Raum wird spürbar einfacher, wenn der Arbeitsplatz flexibel bleibt. Stehschreibtische fördern diesen Impuls und zeigen, wie ergonomische Gestaltung den Arbeitsalltag neu definiert. Vorteil Nr. 2: Ein Stehschreibtisch unterstützt die Haltung und löst Verspannungen, die durc
Gesunder Rücken: So lassen Sie Rückenschmerzen hinter sich
Rückenschmerzen nach einem langen Arbeitstag kennen viele von uns: Verspannungen, Ziehen oder ein allgemeines Spannungsgefühl sind häufige Begleiter des Büroalltags. Stundenlanges Sitzen kann die Wirbelsäule belasten, die Haltung negativ beeinflussen und die Muskulatur schwächen.
Arbeiten im Stehen kann helfen, Sitzzeiten zu unterbrechen und durch kleine Bewegungen die Rückenmuskulatur zu entlasten. Dabei ersetzt das Stehen jedoch keine ergonomische Gesamtgestaltung Ihres Arbeitsplatzes. Ein gesundes Arbeiten bedeutet vielmehr, zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung dynamisch zu wechseln.
So gelingt gesundes Arbeiten im Stehen im Büroalltag
Wer den Arbeitsplatz mit einem Stehpult umbaut, unterstützt nicht nur den Rücken – auch die Konzentration profitiert von mehr Bewegung und einem regelmäßigen Positionswechsel. Kurze Pausen mit leichten Aktivitäten, in denen Beine und Rumpf nicht starr bleiben, fördern das Wohlbefinden und können Muskelverspannungen entgegenwirken.
- Wechseln Sie regelmäßig zwischen Sitzen und Stehen, etwa alle 30 Minuten, um den Rücken zu entlasten.
- Nutzen Sie höhenverstellbare Schreibtische, damit Sie Ihren Arbeitsplatz flexibel an unterschiedliche Arbeitshaltungen anpassen können.
- Vermeiden Sie langes, statisches Stehen und integrieren Sie kurze Gehpausen oder Bewegungsübungen in Ihren Arbeitsalltag.
Schon kurze Stehphasen bei der Arbeit können das Körpergefühl verbessern und helfen, Belastungen im Rücken zu reduzieren. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass Stehen nur ein Baustein in einer ergonomischen Arbeitsgestaltung ist – entscheidend bleibt der dynamische Wechsel der Körperhaltungen.
Mit dieser ausgewogenen Mischung aus Sitzen, Stehen und Bewegung sorgen wir dafür, dass der Rücken entlastet wird und der Feierabend selten von Verspannungen geprägt ist.
Mehr Energie und Konzentration für einen produktiven Arbeitstag
Arbeiten im Stehen verbessert die Konzentration vor allem durch den bewussten Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Das regelmäßige Aufstehen unterbricht lange Sitzphasen, aktiviert die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Dadurch erhöht sich die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen, was Aufmerksamkeit und Gedächtnis kurzfristig unterstützt.
Erfahrungen aus der Praxis zeigen: Bereits kurze Stehphasen zwischen den Sitzzeiten helfen, die geistige Wachheit länger aufrechtzuerhalten und typische Ermüdungsphasen am Nachmittag abzuschwächen – ohne von zusätzlichem Koffein abhängig zu sein. Zudem wirken Besprechungen lebendiger und weniger ermüdend, wenn die Teilnehmenden zwischendurch stehen.
Diese Vorteile setzen voraus, dass Stehen und Bewegung bewusst in den Arbeitsalltag integriert sind. Dabei ersetzen Stehphasen nicht die Notwendigkeit regelmäßiger Pausen, ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung und aktiver Bewegung.
Wichtig: Dauerhaftes, statisches Stehen belastet den Körper und ist gesundheitlich nicht ratsam. Der Schlüssel liegt im dynamischen Wechsel der Haltungen zur Unterbrechung von Sitzzeiten.
- Regelmäßige Positionswechsel helfen, die Konzentration über den Tag zu stabilisieren.
- Kurze Stehpausen mildern Müdigkeit oft ganz ohne Koffein.
- Stehende Meetings fördern ein aktiveres und angenehmeres Miteinander.
Bewegter Kreislauf, bessere Stimmung: Warum Stehen im Büro alles verändert
Viele Arbeitstage sind geprägt von sieben bis neun Stunden überwiegend sitzender Tätigkeit, oft in langen, unterbrochenen Phasen. Diese mangelnde Bewegung kann dazu führen, dass der Kreislauf weniger angeregt wird und die Durchblutung insgesamt nachlässt – Zustände, die sich auch auf das allgemeine Wohlbefinden und die Stimmung auswirken können.
Stehen am Arbeitsplatz trägt vor allem dann zur Förderung der Durchblutung bei, wenn es im Rahmen eines dynamischen Wechsels zwischen Sitzen, Stehen und Gehen erfolgt. Bereits kleine Bewegungen während des Stehens – etwa das Verlagern des Körpergewichts oder leichte Haltungsanpassungen – stimulieren die Muskulatur und fördern einen moderaten Blutfluss. So arbeitet das Herz effizienter und unterstützt die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff.
Dieser regelmäßige Positionswechsel kann dazu beitragen, Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsschwächen, die durch langes Sitzen ausgelöst werden, vorzubeugen. Bewegungsabhängige Botenstoffe wie Endorphine können zudem eine moderate Verbesserung der Stimmung bewirken und Stress reduzieren.
Gleichzeitig ist zu beachten, dass das dauerhafte, statische Stehen am Arbeitsplatz mit Muskelermüdung und weiteren körperlichen Belastungen verbunden sein kann. Einseitige Belastungen durch langes Stehen erhöhen das Risiko für Beschwerden im Rücken sowie Kreislaufprobleme. Daher empfehlen wir, die Haltung regelmäßig zu wechseln und gezielte Pausen einzubauen.
Studien belegen, dass kurze Stehphasen, die mit Sitzzeiten abwechseln, das Wohlbefinden positiv beeinflussen und die Konzentration fördern. Die Kombination verschiedener Körperhaltungen trägt dazu bei, sowohl Körper als auch Geist aktiv und leistungsfähig zu halten, während Dauerstehen diese Effekte nicht erreicht.
Unser Tipp: Setzen Sie auf höhenverstellbare Schreibtische oder praktische Alternativen wie Stehpulte, Sideboards oder Fensterbänke, um flexibel zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln. So unterstützen Sie einen bewegten Kreislauf und vermeiden Belastungen durch zu langes Stehen.
Praxis: So gelingt der Einstieg mit Stehschreibtisch und Co.
Arbeiten im Stehen ist nur gesund und wirksam, wenn Sie regelmäßig zwischen Sitzen, Stehen und Gehen wechseln. Dauerhaftes Stehen belastet Muskeln und Gelenke und kann zu Verspannungen oder Ermüdung führen. Deshalb empfehlen wir bei buero-wissen.de, den Einstieg bewusst anzugehen und den Wechsel fest in den Arbeitsalltag einzubauen.
Schrittweise Umstellung meistern
Der Übergang vom reinen Sitzen zum dynamischen Wechselmodell braucht Zeit und ein gutes Gefühl für den eigenen Körper. So gelingt der Start:
- Arbeitsplatz ergonomisch einrichten: Achten Sie auf eine Bildschirmhöhe auf Augenhöhe und entspannte Unterarmposition. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist optimal, aber keine Pflicht.
- Mit kurzen Stehphasen beginnen: Stehen Sie zunächst 10 bis 15 Minuten pro Stunde, um Überlastung zu vermeiden.
- Positionswechsel regelmäßig einbauen: Nutzen Sie kleine Pausen für Dehnübungen oder kurze Spaziergänge und variieren Sie bewusst Ihre Haltung.
- Stehzeiten langsam steigern: Erhöhen Sie die Stehphasen schrittweise auf bis zu 30 Minuten pro Stunde. Vermeiden Sie dauerhafte, ununterbrochene Stehphasen.
- Auf Körpersignale hören: Wenn Sie Verspannungen oder Beschwerden spüren, passen Sie die Stehzeit an und wechseln Sie früher zurück zum Sitzen.
Die richtige Stehdauer wählen
Wie lange Sie im Stehen produktiv bleiben, hängt von Ihrer körperlichen Verfassung und der Arbeitsaufgabe ab. Kurze, häufige Stehintervalle aktivieren die Durchblutung und fördern die Leistungsfähigkeit. Langes, statisches Stehen führt rasch zu Ermüdung und kann Beschwerden verursachen.
| Sitzschreibtisch | Stehschreibtisch |
|---|---|
| Ermöglicht entspanntes Sitzen | Fördert Durchblutung und Muskelaktivität |
| Belastung von Rücken und Hüfte | Entlastet bestimmte Muskelpartien |
| Weniger Positionswechsel möglich | Bietet mehr Flexibilität durch Höhenverstellung |
| Für längere statische Phasen geeignet | Unterstützt aktives Arbeiten und kurze Stehphasen |
Ein höhenverstellbarer Tisch erleichtert den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen und steigert so den gesundheitlichen Nutzen deutlich.
Praktische Tipps für Büro und Homeoffice ohne höhenverstellbaren Tisch
Ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz ist nicht immer verfügbar, besonders im Homeoffice. Wir empfehlen diese Alternativen:
- Sideboard oder hohes Regal: Nutzen Sie stabile, erhöhte Flächen für Laptop oder Unterlagen, um zwischendurch im Stehen zu arbeiten.
- Breite Fensterbank: Eine Fensterbank auf passender Höhe eignet sich als temporäre Stehfläche.
- Bügelbrett: Leicht mobil und höhenverstellbar, ideal für kurzfristige Stehphasen mit Laptop oder Tablet.
- Stehpausen einbauen: Kurze Aufstehphasen während E-Mails oder Telefonaten bringen Bewegung und entlasten.
Auch im Büro können Stehpulte oder Stehtische in Besprechungsräumen ergänzend zum Schreibtisch genutzt werden, um flexible Arbeitspositionen zu fördern.
Wechselphasen gezielt gestalten
Für einen ausgewogenen Arbeitsalltag empfehlen wir folgende Verteilung der Haltungen pro Arbeitsstunde:
| Aktivität | Empfohlene Dauer pro Stunde | Praxisbeispiel |
|---|---|---|
| Sitzen | ca. 36 Minuten (60 %) | Konzentriertes Arbeiten am Schreibtisch, Tippen |
| Stehen | ca. 18 Minuten (30 %) | Wechsel zwischen Sitzen und Stehen – etwa beim Telefonieren oder bei der Unterlagenprüfung an erhöhten Flächen |
| Gehen & Bewegung | ca. 6 Minuten (10 %) | Kurze Wege im Büro, Dehnübungen oder Bewegungspausen |
Diese Faustregel empfiehlt die Berufsgenossenschaft (BGN) als Orientierung für einen gesunden und produktiven Arbeitsrhythmus.
Fazit: Mit kleinen Schritten mehr Bewegung integrieren
Der Einstieg gelingt am besten mit einer bewussten Mischung aus Sitzen, Stehen und Gehen. Ein dauerhaftes „Stehen statt Sitzen“ ist weder körperlich noch produktiv sinnvoll. Indem wir den Arbeitsplatz ergonomisch gestalten, Wechselzeiten fest einplanen und pragmatische Lösungen auch ohne spezielle Ausstattung nutzen, schaffen wir eine gesündere und beweglichere Arbeitsumgebung.
Wir empfehlen, vorhandene Möbel flexibel zu nutzen, auf Körpersignale zu achten und Stehzeiten schrittweise zu steigern. So bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Büroalltag und fördern dauerhaft Ihr Wohlbefinden.
Gesund im Stehen: Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen
Arbeiten im Stehen ist nicht automatisch gesünder als Sitzen. Entscheidend ist vielmehr der dynamische Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Wer dauerhaft im Stehen arbeitet, riskiert Muskelermüdung und Belastungen, die langfristig zu Beschwerden führen können. Deshalb empfehlen wir bei buero-wissen.de, die Körperhaltung bewusst und regelmäßig zu variieren.
Was bedeutet Arbeiten im Stehen eigentlich?
Unter Arbeiten im Stehen versteht man heute nicht das dauerhafte Verharren aufrecht, sondern ein dynamisches Wechselmodell. Das heißt: Innerhalb des Arbeitstages wechseln Sie aktiv zwischen Sitzen, Stehen und kurzen Gehpausen. Diese Variation beugt Verspannungen vor und unterstützt eine gleichmäßigere Belastung des Körpers. Ein Beispiel: Nach 30 Minuten konzentriertem Sitzen wechseln Sie an den Stehschreibtisch, um Unterlagen durchzusehen oder Telefonate zu führen. Danach sind kurze Gehpausen sinnvoll, etwa zum Drucker oder zur Teeküche.
Typischer Fehler: Einige Nutzer neigen dazu, in langen Stehphasen völlig still zu verharren. Das ist ungesund und erhöht das Risiko für Muskelverspannungen und Kreislaufprobleme. Stattdessen sollten aktive Bewegung und Positionswechsel integriert werden.
Wie sinnvoll ist Arbeiten im Stehen wirklich?
Stehen unterbricht lange Sitzzeiten und fördert die Durchblutung, was die Versorgung der Muskulatur und des Gehirns verbessert. Die Wirbelsäule wird durch wechselnde Haltungslasten entlastet, was Rückenbeschwerden vorbeugen kann. Praktisch heißt das: Statt acht Stunden sitzen, wechseln Sie immer wieder, um Muskeln und Gelenke beweglich zu halten.
Praxisbeispiel: Büroangestellte berichten, dass sie während Telefonkonferenzen stehend wacher bleiben und die Konzentration steigt. Nebenbei aktivieren sie so die Beinmuskulatur.
Grenzen: Stehen ersetzt nicht die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes oder regelmäßige aktive Bewegung. Ein zu langes, statisches Stehen führt zu Ermüdung und kann Beschwerden auslösen. Deshalb zählt insgesamt der gesunde Mix aus Sitzen, Stehen und Gehen.
9 Argumente für das Arbeiten im Stehen
Unsere neun wichtigsten Vorteile zeigen, warum das Arbeiten im Stehen im dynamischen Wechsel sinnvoll ist. Jeder Punkt berücksichtigt dabei die Bedeutung der Wechselphasen:
- Aktiviert Muskulatur und Haltung: Im Stehen werden Rücken- und Beinmuskeln leichter beansprucht, was Verspannungen vorbeugt. Beispiel: Kurze Stehphasen nach längerem Sitzen stabilisieren die Rumpfmuskulatur.
- Verbessert Durchblutung: Stehen fördert die Blutzirkulation, insbesondere wenn sich das Gewicht regelmäßig verlagert. Langes unbewegtes Stehen vermeiden!
- Reduziert Rückenschmerzen: wechselnde Positionen entlasten Wirbelsäule und Bandscheiben. Stehphasen helfen, die Sitzhaltung auszugleichen.
- Fördert Konzentration: Der Wechsel erhöht die geistige Wachheit. Bis zu 30-minütige Stehpausen können Ermüdung mindern.
- Unterbricht sitztypische Belastungen: Stehen durchbricht monotone Sitzphasen, die sonst zu Muskelverkürzungen führen.
- Erhöht den Kalorienverbrauch: Stehende Arbeit verbraucht mehr Energie als Sitzen, was sich auf den Stoffwechsel positiv auswirkt.
- Unterstützt einen aktiven Arbeitsstil: Bewegungsimpulse auch am Arbeitsplatz erleichtern die Integration von Gehpausen.
- Stehende Meetings fördern aktiven Austausch: Teilnehmer bleiben engagierter, wenn sie zwischendurch stehen.
- Flexibilität für individuelle Bedürfnisse: Stehphasen ermöglichen persönliche Anpassungen je nach Tagesform und Aufgabe.
Wichtig: Diese Vorteile entfalten sich nur, wenn Stehen als Teil einer dynamischen Haltungsmischung genutzt wird – nicht als Dauerlösung.
Wann Stehen am Schreibtisch sinnvoll ist – und wann nicht
Stehen eignet sich besonders für Aufgaben mit wechselnden Anforderungen, bei denen Sie kurze Phasen konzentrierter Arbeit mit leichten Bewegungen abwechseln können. Beispiele sind Telefonate, das Durchsehen von Unterlagen oder kurze kreative Phasen. Im Gegensatz dazu ist Dauerstehen bei monotone oder sehr statische Aufgaben weniger empfehlenswert.
Praxisbeispiel: Beim Tippen umfangreicher Texte ist längeres Sitzen meist effektiver. Dagegen können Sie nach jeder E-Mail-Sequenz oder nach einer halben Stunde umschalten und für das nächste Kapitel kurz im Stehen arbeiten.
Typische Fehler: Betroffene mit bestehenden Venenproblemen, Bluthochdruck oder Gelenkbeschwerden sollten vor allem längere Stehphasen vermeiden und ärztlichen Rat suchen. Starres Stehen ohne Bewegung oder Pausen erhöht sonst das Risiko für Beschwerden.
Wie lange sollte man im Stehen arbeiten?
Als Orientierung gilt der bewährte Richtwert: Pro Arbeitsstunde etwa 60 % Sitzen, 30 % Stehen und 10 % Gehen. Dieses Verhältnis basiert auf Empfehlungen der Berufsgenossenschaft (BGN) und schützt vor einseitiger Beanspruchung.
Praxisbeispiel: In einer Stunde arbeiten Sie 36 Minuten sitzend, 18 Minuten im Stehen, z. B. am Stehpult, und nutzen 6 Minuten für Gehpausen, etwa zur Kaffeemaschine oder für Dehnübungen. So bleibt der Körper aktiv ohne zu ermüden.
Wichtiger Hinweis: Stehzeiten sollten nicht am Stück zu lang sein. Maximal zwei Stunden am Stück im Stehen sind sinnvoll, danach ist eine Sitzpause empfehlenswert. Achten Sie außerdem darauf, Positionswechsel mit leichtem Bewegungsspielraum zu verbinden – zum Beispiel gelegentliches Verlagern des Körpergewichts oder kurze Lockerungsübungen.
Welche Nachteile hat zu langes Stehen?
Zu langes, statisches Stehen führt zu Muskelermüdung, insbesondere in Rücken, Beinen und Füßen. Betroffene berichten häufig über Verspannungen, Schmerzen und Schwellungen. Auch das Risiko für Venenleiden steigt. Wird keine Bewegung integriert, steigt die Belastung für den Bewegungsapparat und den Kreislauf.
Praxisbeispiel: Arbeitnehmer, die ohne Pausen über Stunden stehen, bekommen abends oft schwere Beine und Rückenschmerzen. Ohne regelmäßige Wechsel wird das Stehen kontraproduktiv.
Fehlverhalten vermeiden: Dauerhaftes Stehen wird gerne als „gesünder als Sitzen“ beworben, führt jedoch ohne Bewegungswechsel schnell zu Beschwerden. Daher gilt der Grundsatz: nie lange statisch in einer Haltung verharren. Bewegung und Variabilität sind das Ziel.
Tipps für Büro und Homeoffice
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch erleichtert den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen erheblich. Im Büro ist diese Lösung vielfach Standard, im Homeoffice jedoch nicht immer verfügbar. Hier bieten sich einfache Alternativen für stehende Tätigkeiten an:
- Sideboard oder hohes Regal: Dokumente oder Laptop kurzfristig auf eine stabile, erhöhte Fläche legen für Telefonate oder E-Mails.
- Fensterbank: Eine breite Fensterbank auf Tischhöhe als temporäres Stehpult verwenden.
- Bügelbrett: Flexibel höhenverstellbar, mobil und ideal für kurze Stehzeiten mit Laptop.
- Stehpulte oder Besprechungsbereiche im Büro: Diese können ergänzend genutzt werden, wenn kein höhenverstellbarer Tisch vorhanden ist.
Wichtig ist eine ergonomische Anordnung: Bildschirm und Tastatur sollten auf passender Höhe sein, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Bequeme, gut gedämpfte Schuhe unterstützen die Gelenke und reduzieren Ermüdung. Vermeiden Sie harte Sohlen oder hohe Absätze.
Praxisbeispiel: Wir empfehlen, im Homeoffice öfter mal für kurze Zeit an einer Fensterbank zu arbeiten oder Stehpausen einzubauen, um den Rücken zu entlasten und den Kreislauf zu aktivieren, auch ohne teure Ausrüstung.
Stehen Sie auf für Ihre Gesundheit: Wandel beginnt jetzt
Arbeiten im Stehen ist keine pauschal gesündere Alternative zum Sitzen. Entscheidend für eine gesunde Arbeitsgestaltung ist vielmehr der dynamische Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Nur durch diese Balance lassen sich Belastungen reduzieren und gesundheitliche Vorteile effektiv nutzen, ohne neue Risiken einzugehen.
Die Berufsgenossenschaft (BGN) empfiehlt als Richtwert: Etwa 60 % der Arbeitszeit sitzend verbringen, ca. 30 % stehend und 10 % für Gehphasen nutzen. Dauerhaftes, unbewegtes Stehen kann Muskelermüdung, Verspannungen und Gelenkbelastungen verursachen.
Stehphasen eignen sich gut für Tätigkeiten wie Telefonate, kurze E-Mail-Bearbeitung oder das Durchsehen von Unterlagen. Fehlt ein höhenverstellbarer Schreibtisch, bieten einfache Alternativen wie Sideboards, breite Fensterbänke oder ein stabiles Bügelbrett praktikable Möglichkeiten, um zwischendurch aufzustehen.
Für uns bei büro-wissen.de ist klar: Ein flexibel gestalteter Arbeitsplatz, der den Wechsel zwischen den Körperhaltungen unterstützt, fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch Konzentration und Wohlbefinden im Büroalltag.
Merksatz: Gesund arbeiten heißt: Stehen, sitzen und gehen im Wechsel – dauerhaftes Sitzen oder Stehen vermeiden.
Starten Sie mit kurzen Stehphasen und integrieren Sie regelmäßige Bewegungen. So entsteht eine ausgewogene Arbeitsroutine, die sich mühelos im Büro und Homeoffice umsetzen lässt.





